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Das auf die Kontrolle von Elektroinstallationen spezialisierte Unternehmen InstaControl AG hat am Freitag sein Frauenfelder Büro eröffnet. Das Gemeinschaftsunternehmen von Stadtwerk Winterthur, der Werkbetriebe Frauenfeld sowie der Städtischen Werke Schaffhausen/Neuhausen beschäftigt an drei Standorten 8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund einer Million Franken.

Bis Ende 2001 waren die meisten Stromversorgungsunternehmen in der Schweiz auch für die Kontrolle der elektrischen Installationen in den Liegenschaften zuständig. In Frauenfeld waren dies die Werkbetriebe. Sie nahmen sowohl die Schlusskontrollen von Installationen in Neubauten wie auch die periodische Prüfung der elektrotechnischen Anlagen in den Liegenschaften auf Gemeindegebiet vor. Seit dem 1. Januar 2002 ist dies anders: Die neue Niederspannungs-Installationsverordnung des Bundes legte damals fest, dass Stromversorgungsunternehmen selber keine Sicherheitsprüfungen von Elektroinstallationen mehr vornehmen dürfen. «Der Gesetzgeber trennt die Aufgabe der Stromversorgung von derjenigen der Sicherheitskontrolle und schreibt vor, dass Liegenschaften durch unabhängige Unternehmen geprüft werden müssen», erläuterte am Freitag Ernst Haas, Direktor der Werkbetriebe Frauenfeld. Dabei bleiben die Werkbetriebe Frauenfeld dafür verantwortlich, dass die Liegenschaftsbesitzer den Nachweis über die Sicherheit ihrer Elektroinstallationen erbringen.

Beteiligung an der InstaControl AG
Die Trennung zwischen Stromversorgung und Installationskontrolle hätte für die privaten Frauenfelder Elektroinstallationsfirmen ein neues Tätigkeitsgebiet eröffnet, indem sie die Kontrollen gegen Entschädigung hätten ausführen können. Doch das Frauenfelder Elektrogewerbe will sich nicht gegenseitig kontrollieren und verzichtete ausdrücklich auf diese Aufgabe. Eine neue Lösung war gefragt. Sie bestand in einer Beteiligung der Werkbetriebe Frauenfeld an der bereits bestehenden Firma «InstaControl AG». Diese wurde vor vier Jahren als Gemeinschaftsunternehmen von Stadtwerk Winterthur und der Städtischen Werke Schaffhausen/Neuhausen am Rheinfall gegründet, beschäftigt derzeit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Winterthur.

Laufend gefestigt
Seit seiner Gründung habe das Unternehmen seine Position im Markt laufend gefestigt, erklärte Verwaltungsratspräsident Dr. Matthias Gfeller, Stadtrat von Winterthur. Letztes Jahr erzielte es einen Jahresumsatz von rund einer 1 Mio. Franken. Die Zahl der Aufträge stieg von rund 1600 im Jahr 2004 auf zirka 1750 im letzten Jahr. Die Ausweitung der Tätigkeit auf Stadt und Region Frauenfeld diene der breiteren geografischen Abstützung, erklärte Gfeller.

Marktöffnung und neue Leistungen
Die Beteiligung Frauenfelds an der InstaControl AG komme gerade zum richtigen Zeitpunkt, zeigte sich der Frauenfelder Stadtammann Carlo Parolari überzeugt. Gerade an der Schwelle zur unmittelbar bevorstehenden Strommarktöffnung werde die Kundenbindung immer wichtiger. Dies unterlegte Ernst Haas mit konkreten Beispielen. Die Kundennähe, die Versorgungssicherheit und der Service Public würden durch den intensiven Kontakt aus den Kontrolltätigkeiten gestärkt und die Aufträge «in der gewohnten Qualität und Zuverlässigkeit zu fairen Marktpreisen ausgeführt», warb Haas für die neue Firma. Es freue ihn besonders, dass die InstaControl AG künftig sogar zusätzliche Leistungen anbieten könne. Als Beispiele nannte Haas die elektrobiologischen Beratungen, die Energieberatung im Zusammenhang mit «Stromfressern», Wärmebilder von Anlagen und Gebäude sowie das Erstellen von elektrotechnischen Dokumentationen für Liegenschaftsbesitzer durch die Mitarbeiter der InstaControl AG.

Kompetenz und Vielfalt im Angebot
Daniel Jost, Geschäftsführer der InstaControl AG mit Sitz in Winterthur, betonte, dass die Installationskontrolle Vertrauenssache sei. Der Kunde müsse sich darauf verlassen können, dass die technischen Anlagen seriös und einwandfrei geprüft würden. Er nannte als Kernaufgabe die Abnahmekontrollen von Neubauten und gewerblichen Anlagen und später die periodischen Kontrollen von Gebäuden, wobei die Kontrollintervalle von einem Jahr bei Anlagen in exponierter Umgebung bis zu 20 Jahren bei traditionellen Wohnbauten betragen. Das Energieberatungs-Angebot der InstaControl AG betrifft die Stromverbrauchs-Kontrolle, Massnahmen zur Steigerung der Effizienz von elektrischen Geräten und Anlagen oder die Beratung bei Investitionsabsichten in neue Apparate. Die attraktiven Angebote werden durch Leistungen im Sektor der Elektrobiologie und der Wärmebilder abgerundet. Die Elektrobiologie betrifft die Abklärung von elektrischen, magnetischen oder hochfrequenten Feldern – im Volksmund oft als «Elektrosmog» bezeichnet: «Wir messen nicht nur nach, sondern empfehlen auch konkrete Massnahmen», erklärte Daniel Jost am Freitag vor den Medien. Solches treffe auch auf die Thermografie zu: Die Wärmebilder entlarven in Elektroanlagen erhitzte Bauteile und bei Gebäuden klassische Wärmelecks.

Um sämtliche Aufgaben auf einem hohen Niveau ausführen zu können, sorge die InstaControl AG für eine hoch stehende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, so Jost weiter. Auf ihre Kompetenz können sich in Zukunft auch die Frauenfelder Kunden verlassen: Seit Freitag zeichnet Urs Leutenegger für das Frauenfelder Büro von InstaControl AG verantwortlich. Leutenegger ist eidgenössisch diplomierter Elektroinstallateur und im Besitz des Fachausweises als Elektro-Sicherheitsberater.

Werkbetriebe zu 17 Prozent beteiligt
Die Beteiligung von Frauenfeld am Unternehmen wurde vom Stadtrat Frauenfeld Ende September vorigen Jahres beschlossen. Demnach haben sich die Werkbetriebe Frauenfeld mit 17 Prozent an der InstaControl AG beteiligt. Das gezeichnete Aktienkapital beträgt 20'000 Franken. Der Direktor der Werkbetriebe Frauenfeld nimmt im vierköpfigen Verwaltungsrat Einsitz.

Download für Medien
Pressetext vom 18.1.2008 als Word-Dokument
InstaControl Türbeschriftung
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Urs Leutenegger, Leiter Büro Frauenfeld
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Medienkonferenz 18.1.08:
Marco Parolari, Ernst Haas, Dr. Matthias Gfeller, Daniel Jost (v.l.n.r.)
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Schlüssel-Übergabe:
Urs Leutenegger, Ernst Haas, Marco Parolari, Dr. Matthias Gfeller, Daniel Jost (v.l.n.r.)
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